Montag, 27. März 2017

Büsing-Zweigwerk in Eningen 1912

Zentral abgebildet erkennen wir das Zweigwerk der Reutlinger Strickwarenfabrik Büsing, deren Markennamen Porolastic und Olympia in späteren Jahren noch einigermassen bekannt werden sollten. Viele Olympiasieger und Weltmeister trugen Bekleidung aus den Kollektionen von Büsing. Linkerhand dampft das Büschelesbähnle.
weckh/Foto: Archiv HGV Eningen

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das Wohnhaus in der linken Bildmitte hat städtischen Zuschnitt und Charakter, steht damit aber ziemlich allein 'auf weiter Flur'. Hatte man sich für das Bahnhofsumfeld eine städtische Verdichtung erwartet? Oder stand das Haus schon, ehe der Bahnanschluß kam? Fragt sich ein erfreuter Betrachter dieses schönen Bildes.
Leider hat es die Redaktion mit dem Kopierschutz ein bißchen übertrieben: man kann das Bähnchen kaum noch erkennen.

Peter Weckherlin hat gesagt…

Das besagte städtisch anmutende Mehrfamilienhaus stand ursprünglich in Reutlingen an der Bahnlinie Reutlingen-Tübingen. Bei der Erweiterung zur zweigleisigen Trasse standen einige Häsuer im Weg und wurden, da noch relativ 'jung', einfach abgetragen und an anderer Stelle wieder aufgebaut, so auch in diesem Fall. Der Neubau hatte zur Konsequenz, dass der im Anwesen nebenan wohnhafte Landrichter Rall sich in seiner bisherigen Oase durch neugierige Blicke aus dem 'Hochhaus' gestört fühlte und wenig später das Anwesen veäusserte. So wurde mir die Geschichte von dem späteren Besitzer des Rall´schen Anwesens überliefert.
Die Red.

Peter Weckherlin hat gesagt…

Vergessen habe ich die Datierung:
Ich bin mir sicher, dass das Mehrfamilienhaus n a c h der Eröffnung der Straßenbahn (1899 Dampflokalbahn) erbaut wurde.
Die Red.

Peter Weckherlin hat gesagt…

Korrektur:

... Häuser ...
... veräusserte ...

Die Red.