Etwa um 1920 herum dürfte diese Aufnahme gemacht worden sein: Flaschnerei von Adam Höh in der unteren Grabenstaße, heute Malergeschäft Hermann.Bild: Archiv HGV Eningen
Wenn wir 2009 hier auf den Auslöser drücken würden, blickten wir auf die Eninger Filiale der Kreissparkasse. Das auf diesem Bild zu sehende Haus und den Brunnen gibts daher auch nicht mehr. Das Gebäude am linken Bildrand an der Einmündung zur Hirschgasse steht noch. Bild undatiert.

Die Situation hat sich hier im Bereich der unteren Herrschaftsstraße nach 30 Jahren nicht wesentlich geändert, auch den Brunnen gibt´s an dem Standort noch.
1965 spielte der Eninger Musikverein auf dem Spielplatz am Schützenhausplatz, Anlass unbekannt. Gebäude rechts: Brühlstraße 3, früher Bäckerei, heute Fahrschule Hoffmann. Gebäude links davon: Brühlstraße 1, abgebrochen, heute Parkplatz. Der Baum links, eine Linde, wurde nach "Beseitigung" des Spielplatzes verpflanzt, sie steht heute am Brunnen beim Kreisverkehr Eitlinger- Grabenstraße.
Immer wieder ein Hingucker: alte Farbansichtskarten. Diese aus dem Jahr 1916 stammende Karte zeigt den Eninger Straßenbahnhof. Im Bild links das Fabrikgebäude der Fa. Büsing, Strickwaren. Über dem Wagendepot das damals noch unbewaldete "Rangenbergle", ein erloschener Vulkanembryo, zu sehen. Das untere Bild zeigt die Situation vom gleichen Standort 2004 fotografiert, wir blicken auf den "Tengelmannbau", 1986 errichtet.
So sah die Technik der Abwasserbeseitigung bis etwa 1930 in Eningen aus. Im Neubaugebiet "Lange Äcker", welches kürzlich erschlossen wurde, greift die Gemeinde auf diese Technik zurück. Natürlich keine Hausabwässer, aber alles Oberflächenwasser der versiegelten Flächen der Straßen und um die Häuser herum wird in einem offenen "Kanal" gefasst und über ein kleines Rückhaltebecken direkt in den "Leinsbach" geleitet, sodaß nicht unerhebliche Mengen an Wasser erst gar nicht durch die Kläranlage laufen müssen. Eine äusserst sinnvolle Einrichtung, schauen sie es sich mal bei einem Spaziergang durch Eningen an.
Das Bild datiert von 1931, d.h. die Aufnahme wurde vom Turm der neuerbauten Andreaskirche gemacht. Bild links: das sog. Doktorhaus, Ecke Schwanen- Hauptstraße, danach Gasthaus Drei König mit Treppenaufgang an der Straßenseite, dann weiter oben quer: Gasthof Lamm, abgebrochen.


Einfach ein Genuß: Ansicht Richtung Alb. Auf dem Hauptbild ganz rechts ist auch schon die im gestrigen Beitrag zu sehende Bierhalle nebst Weberei zu erkennen. Desweiteren dampft das "Büschelesbähnle" schon gen´ Reutlingen. Im rund gerahmten Bild mit Schützenhausplatz: links die Brühlstraße, rechts die Metzingerstraße, über dem Haus in der Mitte: Rangenbergle. Im kleinen Bild links: Hauptstraße mit Gasthaus Drei König, z. Z. leider ohne Bewirtung.
Vor 80 Jahren, 1929, wurde die als baufällig eingestufte Andreaskirche an der Hauptstraße abgebrochen und durch einen Neubau im modernen Stil der damaligen Zeit ersetzt. Äusserlich erhalten geblieben ist das alte Portal, welches im Turm des Neubaues eingebaut wurde. Im Bild rechts schon das Gerüst für den Neubau zu sehen.
Anhand der neuerbauten Andreaskirche lässt sich vorliegende Karte nach 1930 einordnen. Man beachte auch die sogenannte Kaffeemühle, halblinks höher gelegen allein in weiter Flur am Fuße des Geißberges. Dieses Wohnhaus sah wirklich so aus, nur ohne Kurbel oben drauf. Heute verläuft hier die Rembrandtstrasse.Vorne mittig unten lugt noch der Straßenbahnhof hervor. Berg links: Geißberg, Berg rechts: Drackenberg. Im Talschluß zwischen den beiden Bergen steht heute das Naturfreundehaus.
Beim Krämerfest am letzten Sonntag kamen die Folgebände des Eninger Ortssippenbuches zum erstenmal zum Verkauf. Reger Andrang herrschte ständig am kleinen Stand des Eninger Heimat- u. Geschichtsvereins um Fritz Kielkopf und Gerd Fetzer. Die Beiden gaben den ganzen Tag über bereitwillig Hilfestellung beim Auffinden der Vorfahren in den Büchern. Erhältlich sein werden die Bücher, nicht wie schon einmal angekündigt im Eninger Buchladen, sondern nur noch beim Verfasser selbst, Fritz Kielkopf.
Am Scharfen Eck beginnt die Eninger Hauptstraße. Die gleichnamige Gaststätte hat ihren Namen nicht von ungefähr, zum einen handelt es sich hierbei tatsächlich um eine Strassen-"Eck-Kneipe", zum anderen ist die Verkehrsführung durchaus nicht ganz ohne: Kraftfahrzeuge haben schon versucht, in die Gaststätte "einzudringen". Die untere Aufnahme ist auch schon wieder hinfällig, das Gebäude wurde zwischenzeitlich renoviert und optisch dem Ursprungszustand angepasst.