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Samstag, 27. Februar 2016

Loschenhaldekelter

"Die Postkarte wurde zum Reutlinger Jugendherbergsopfertag am 1. Mai 1926 herausgebracht...für den geplanten Umbau der Kelter zur Jugendherberge."
zitiert aus: "Alle Jahre gibts nicht Wein"  - Ausstellungskatalog Heimatmuseum RT, 2001., Seite 91.
 In diesem Ausstellungskatalog abgebildet ist die gleiche Karte jedoch mit verändertem Text:
  • Kelter an der Loschenhalde in Reutlingen...
während auf dieser hier abgebildeten Version korrekt steht:
  • Kelter an der Loschenhalde bei Reutlingen.
Aus dem Umbau wurde letztendlich nichts, die Reutlinger bekamen 1929 eine neue Jugendherberge und auch die angedachte Nutzung als Altenheim nach dem Krieg zerschlug sich. Die Loschenhaldekelter stand auf Markung Eningen und wurde schliesslich 1961 abgebrochen.
weckh/Foto: Sammlung priv.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Aus unserer Reihe Natur und Umwelt heute: Lindwurm u. Heuwurm

Auf starkem Schlachtross zogen
In alter, grauer Zeit
Die Ritter den Lindwurm zu töten,
Stolz, mutig in den Streit.

Der Lindwurm ist erschlagen,
Macht nicht mehr Angst und Pein.
Du kannst ihn nur noch finden
Fossil in manchem Stein.

Der Ritter baut nun Reben
Und trinkt den edlen Wein;
Streitaxt und Speer sie ruhen
Im reichen Waffenschrein...

Doch neue Schreckensbotschaft
Dröhnt jetzt von Ort zu Ort:
"Der Heuwurm kommt in Scharen!
Auf, alle Mann an Bord!"

Mein Freund, bleib nicht zu Hause,
Wehr mit der grossen Not:
Nimm Holder´s Revolverzerstäuber &
und spritz die Lumpen tot.

Anlässlich des Jubiläums "100 Jahre Fa. Holder, Metzingen" erlauben wir uns, diese in der Metzinger Kelter ausgestellte historische Werbetafel zu zeigen.
Zum besseren Verständnis sei  angemerkt, dass es sich beim Heuwurm um die "erste Raupen-Generation des Bekreuzten und des Einbindigen Traubenwicklers" handelt (Wikipedia).
weckh/Foto: weckh



Montag, 18. Februar 2013

Loschenhaldekelter & Südbahnhof

Am linken Bildrand erkennen wir den Bahnhof "REUTLINGEN-SÜD" auf Markung Eningen gelegen. In den ersten (etwa) zehn Jahren seines Bestehens, ab dem 1. Juni 1892 1, hieß die Bahnstation  ENINGEN - RANK. Der Bahnhof lag ca. 2,5 km entfernt vom Ort Eningen; die Bezeichnung war daher eher etwas spaßig - vorsichtig ausgedrückt.
Der rechte Pfeil verweist auf die Loschenhaldekelter, erbaut vermutlich 1662, abgebrochen 1961 2. Die Loschenhaldekelter lag zwar auf Eninger Gemarkung, wurde aber überwiegend von Reutlinger Weingärtnern genutzt, da diese sehr viel Weinberge auf hiesiger Markung besaßen. Zum Aufnahmezeitpunkt, der uns leider nicht bekannt ist, scheinen in der Loschenhalde noch zahlreiche Weinberge angelegt zu sein, die Kelter war jedoch schon 1928 nicht mehr als solche in Betrieb.
Beim großen Gebäude mittig handelt es sich um den Nähgarn-Hersteller Schradin.
weckh/ 1 reichhold/ 2 breyvogel/Bild: Archiv HGV Eningen

Dienstag, 22. Mai 2012

Gewinnerbild vom Rätsel "Bahnhof Böblingen"

Die Ansichtskarte vom Eninger Rank zeigt den 1892 in Betrieb genommenen Bahnhof STATION ENINGEN; erst im Jahr 1907 wurde er in SÜDBAHNHOF umbenannt. Auf dem Schild am Bahnhofsgebäude stand - und steht - allerdings Reutlingen-Süd. Nun, was solls. Zurück zu dieser Ansicht, die dargestellten Personen im Vordergrund sind, wie unschwer erkennbar, nachträglich ins Bild eingefügt. Im Vergleich zu unserer Ansicht vom letzten Donnerstag ist das Gleis der Dampflokalbahn Reutlingen-Eningen (BÜSCHELESBAHN) verlegt, d.h. die Ansicht ist frühestens ab 1899 entstanden. An den Hängen der Loschenhalde die Weinberge zu sehen. Die gleichnamige Loschenhaldekelter auf Markung Eningen -auf dem Bild wäre sie in etwa 200m hinter dem Bahnhofsgebäude zu sehen- gehörte den Reutlinger Weingärtnern, die ehedem viel Besitz auf Eninger Markung hatten. Die Loschenhaldekelter ist 1961 abgebrochen worden, allerdings war sie zu dem Zeitpunkt schon lange nicht mehr in Betrieb. Heute zeugt nurmehr der Gewann-Name LOSCHENHALDE vom einstigen Weinbau auf unserer Markung. Als Anmerkung: auf der Topografischen Karte TK 25; Messtischblatt 7521 Reutlingen; 4. Auflage, Ausgabe von 2001 ist fälschlicherweise der Name LOCHENHALDE eingetragen.
kh/Foto: pr

Dienstag, 7. September 2010

Weinbau - Reutlinger Herbst - "Schreiberhäuschen" der Armenkelter

Heute verlassen wir die Eninger Markung und begeben uns nach Reutlingen. Wir sehen das letzte bauliche Relikt der ehemaligen Reutlinger Keltern: das sogenannte "Schreiberhäuschen" der Armenkelter. Diese befand sich an der Reutlinger Albstraße genau dort wo heute das Hallenbad (Achalmbad) steht. Das "Schreiberhäuschen" wurde ebenso wie der Rest der Kelter 1928 abgebrochen, wurde jedoch in einem Hinterhof der Reutlinger Erwin-Seiz-Straße wiederaufgebaut, wo es heute noch zu bestaunen ist.
Literatur dazu: ALLE JAHRE GIBTS NICHT WEIN; Heimatmuseum Reutlingen; 2001; Seite 61 ff.
pw/Bild: pw

Sonntag, 21. März 2010

Reutlinger Generalanzeiger - Wandkalender 1951







Wir stellen den Bezug her zu Eningen mit dem Bildchen rechts. Wir sehen zwar eine Ansicht von Reutlingen und der Achalm im Hintergrund, jedoch im Vordergrund einen Weingärtner "Wengerter" bei der Weinlese. So oder so ähnlich mag es auch in den Eninger Weinbergen ausgesehen haben. Weinbau wurde in Eningen bis in die 1930er Jahre hinein betrieben. Die beiden auf Eninger Markung stehenden Keltern (Bäch- und Loschenhaldekelter) wurden abgebrochen.
pw