Posts mit dem Label Goethestraße werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Goethestraße werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 1. Mai 2015

Schillerstraße 1937

Am rechten Bildrand erkennen wir das Neue Schulhaus, 1914/15 erbaut. Stillschweigend wurde die Schule nach dem 2. Weltkrieg als Schillerschule bezeichnet, offiziell gab es keine Umbennung, so zumindest gibt R.Rall an. Was uns an diesem Bild jedoch vielmehr interessiert, ist im Hintergrund rechts vom Verwaltungsgebäudes der Baumschule Rall gerade noch erkennbar: die Notwohnungen für sozial Schwache in der damaligen Goethestraße (heute Sulzwiesenstraße) in Form von mehreren Eisenbahnwaggons. Dieses Provisorium hatte Bestand von 1926 bis Anfang der 1950er-Jahre. Anstelle der Eisenbahnwagen wurden dann Mehrfamilienhäuser gebaut. Die Schillerschule ist heute nicht mehr der Schillerstraße sondern der Sulzwiesenstraße zugeordnet.
weckh/Foto: Archiv HGV Eningen

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Spital & Leinsbachstraße


Der Bildausschnitt wird von der Leinsbachstraße horizontal geteilt. Das große Gebäude links, mit Giebel zum Betrachter, ist das "Spital", ehemals Armenhaus. Rechts anschliessend die Häuser der jetzigen Sulzwiesenstraße, früher Goethestraße, und, eine Reihe davor, die Häuserzeile der Leinsbachstraße. Im Bildhintergrund die bepflanzten Flächen der Baumschule Wilhelm Rall auszumachen. Die Aufnahme wäre dahingehend interessant, dass zu diesem Zeitpunkt hier eigentlich die Notunterkünfte (Eisenbahnwaggons) in der Sulzwiesenstraße zu sehen sein müssten; dieses Provisorium scheint hier allerdings durch die Häuser der Leinsbachstraße verdeckt zu sein. Von diesen Eisenbahnwagen ist bis heute noch kein brauchbares Bild aufgetaucht. Bilddatierung vor 1952.
weckh/Foto: as   

Donnerstag, 11. Februar 2010

Auflösung des Rätsels von vorgestern...



Volltreffer!
Unser Leser Sebastian P. hatte die richtige Lösung parat. Herzlichen Glückwunsch!
"Sulzwiesenstraße" war richtig, "Goethestraße" hätten wir auch noch durchgehen lassen, so hieß der Weg nämlich bis in die 1950er Jahre.
" Die technische Abteilung besichtigte vor einigen Tagen das zur Erstellung eines Mehr-Familienhauses vorgesehene Baugelände an der Goethestraße, das durch den Abbruch der vor rd. 25 Jahren erstellten Eisenbahnwohnwagen geschaffen wurde. Der Vorsitzende bezeichnete den Abbruch der Wohnwagen als denkwürdigen Tag "; aus: Gemeinderatsprotokoll 1951.
Wohnwagen? So groß war die Wohnungsnot in Eningen, daß 1928 im Bereich der heutigen Sulzwiesenstraße Eisenbahnwaggons als Unterkünfte aufgestellt werden mussten. Erst mit dem Bau der hier zu sehenden Mehrfamilienhäuser wurde diesem Notstand ein Ende bereitet. Die Eisenbahnwaggons sind bis heute auf keinem Foto zu sehen gewesen. Im Archiv des HGV ist bis jetzt noch nichts aufgetaucht. Morgen werden wir die Waggons trotzdem sehen, in Stein gehauen.
Quelle: Heimatbuch; G. Karus; 1990, S. 259.
Bilder: Archiv HGV Eningen, pw