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Donnerstag, 20. August 2015

Nachtrag zum Beitrag vom Dienstag: Schillerstraße vs. Sulzwiesenstraße

Ein Eninger Bildertanz-Freund schrieb uns und wies uns zurecht darauf hin, dass die abgebildete Straße ja eigentlich die "Sulzwiesenstraße" sei.
Der Text des Beitrages war inhaltlich etwas missverständlich bzw. unvollkommen formuliert. Der tatsächliche Sachverhalt ist allerdings auch etwas kurios:
Der abgebildete Straßenabschnitt in dem Beitrag vom 16. August ist aktuell (2015) tatsächlich der Sulzwiesenstraße zugeordnet. Aber dies war ursprünglich nicht so - dies verdeutlicht z.B. ein  Kartenausschnitt von 1974. Ein "Kuriosum", so schreibt R.Rall in seiner Schrift "Von Eninger Straßen, Gassen..." Die Schillerstraße sollte ursprünglich an der Achalmstraße beginnen und durchgehend ausgebaut werden, daraus wurde nie etwas, daher gab es zweimal die Schillerstraße: von der Achalmstraße bis zur Einmündung Karlstraße. Dann kam nichts...siehe Karte. Die Schillerstraße begann dann erst wieder bei Gebäude 31 in der Sackgasse, welche dann in die Wengenstraße einmündete, diese überquerte und dann weiter hinaus führte bis zur Weinbergstraße. Alles klar?
Also zeigt unser Bild von 1937 korrekt die "Schillerstraße" und nicht die "Sulzwiesenstraße". Wann exakt die Umbennung erfolgte müssen wir noch klären, allerdings meine ich, es ist noch keine 20 Jahre her. Kommentare erwünscht.
weckh/Foto: Archiv HGV Eningen

Dienstag, 18. August 2015

Schillerstraße 1937

Sieben Arbeiter schwingen den Pickel oder heben mit der Schaufel den Graben aus. Heute würde hier ein Minibagger eingesetzt werden. Die Arbeitskraft war vor 80 Jahren noch billig. Möglich wäre jedoch auch, dass es sich um Notstandsarbeiten handelte, also Arbeitsbeschaffungsmassnahmen, damit die Menschen von der Straße "weg" waren.
weckh/Foto: Archiv HGV Eningen

Montag, 17. August 2015

Aussenanlagen neben dem neuen Schulhaus

1937 fertiggestellt sind die Aussenanlagen rund um das "Neue Schulhaus", heute Schillerschule - rechts am Bildrand. Geradeaus hinten mit dem Giebel quer die Baumschule Rall; rechts davon die als Notunterkünfte aufgestellten Eisenbahnwaggons -bei starker Vergrösserung- erkennbar.
weckh/Foto: Archiv HGV Eningen

Samstag, 11. Juli 2015

Sulzwiesenstraße

Die Aufnahme datiert vor Mitte der 1980er-Jahre; das Spital, rechts, ist noch nicht renoviert. Links das Verwaltungsgebäude der Baumschule Rall zu sehen, weiter hinten die Anfang der 1950er-Jahre gebauten Mehrfamilienhäuser. An deren Stelle standen einst Eisenbahnwaggons als Notunterkünfte.
weckh/Foto: Archiv HGV Eningen

Donnerstag, 7. Mai 2015

Notwohnungen im Sulzwiesenweg

Unlängst zeigten wir schon mal ein Bild aus ähnlicher Perspektive. Dieser Ausschnitt eines weiteren Bildes offenbart uns den Zustand im Sulzwiesenweg in der Zeit zwischen 1945 und 1950. Rechts erkennen wir nun deutlich einen als Notwohnung umfunktionierten Eisenbahnwagen. Linkerhand angeschnitten das heutige Verwaltungsgebäude der Baumschule Rall. 
weckh/Foto: weckh.

Freitag, 1. Mai 2015

Schillerstraße 1937

Am rechten Bildrand erkennen wir das Neue Schulhaus, 1914/15 erbaut. Stillschweigend wurde die Schule nach dem 2. Weltkrieg als Schillerschule bezeichnet, offiziell gab es keine Umbennung, so zumindest gibt R.Rall an. Was uns an diesem Bild jedoch vielmehr interessiert, ist im Hintergrund rechts vom Verwaltungsgebäudes der Baumschule Rall gerade noch erkennbar: die Notwohnungen für sozial Schwache in der damaligen Goethestraße (heute Sulzwiesenstraße) in Form von mehreren Eisenbahnwaggons. Dieses Provisorium hatte Bestand von 1926 bis Anfang der 1950er-Jahre. Anstelle der Eisenbahnwagen wurden dann Mehrfamilienhäuser gebaut. Die Schillerschule ist heute nicht mehr der Schillerstraße sondern der Sulzwiesenstraße zugeordnet.
weckh/Foto: Archiv HGV Eningen

Freitag, 10. Februar 2012

Neubau der Sporthalle an der Sulzwiesenstraße 1973

Um der gewachsenen Nachfrage nach Sportmöglichkeiten nachzukommen, musste in Eningen gehandelt werden: 1973 wurde an der Sulzwiesenstraße eine dreifeldrige Kunstlicht-Sporthalle gebaut.
Nunmehr modifiziert mit Tonnendach und Lichtbändern ist die Halle schon fast 40 Jahre in Betrieb.
kh/Foto: Archiv HGV Eningen

Freitag, 22. Oktober 2010

Geschwindigkeitsmessanlage in der Sulzwiesenstraße

Wir zeigen heute zusätzlich ein aktuelles Bild, welches nichts mit der Straßenbahn zu tun hat. In der Eninger Sulzwiesenstraße, welche bekanntlich stark von Schülern frequentiert wird, wurde eine Geschwindigkeitsmessanlage installiert. Der Fotograf musste ganz schön springen, um die 27 km/h drauf zu kriegen. Tempo 30 wären hier maximal erlaubt. Aber jeder Verkehrsteilnehmer weiss: Es gilt, nur so schnell zu fahren um jederzeit anhalten zu können.
pw/Bild: pw

Mittwoch, 30. Juni 2010

Sulzwiesenstraße - Packhalle Baumschule Rall

Zum gestrigen Beitrag: in der zu sehenden sog. "Packhalle" wurden die Bäume versandfertig "eingepackt".
pw/Foto: pw 2003

Freitag, 12. Februar 2010

Eisenbahnwaggons Sulzwiesenstraße

Über der Tür eines Mehrfamilienhauses in der Sulzwiesenstraße: Gedenkstein mit Eisenbahnwaggons. Jene standen von 1928 bis 1952 in unmittelbarer Nachbarschaft und mussten als Wohnungen herhalten (siehe Beitrag von gestern).
Bild: pw

Donnerstag, 11. Februar 2010

Auflösung des Rätsels von vorgestern...



Volltreffer!
Unser Leser Sebastian P. hatte die richtige Lösung parat. Herzlichen Glückwunsch!
"Sulzwiesenstraße" war richtig, "Goethestraße" hätten wir auch noch durchgehen lassen, so hieß der Weg nämlich bis in die 1950er Jahre.
" Die technische Abteilung besichtigte vor einigen Tagen das zur Erstellung eines Mehr-Familienhauses vorgesehene Baugelände an der Goethestraße, das durch den Abbruch der vor rd. 25 Jahren erstellten Eisenbahnwohnwagen geschaffen wurde. Der Vorsitzende bezeichnete den Abbruch der Wohnwagen als denkwürdigen Tag "; aus: Gemeinderatsprotokoll 1951.
Wohnwagen? So groß war die Wohnungsnot in Eningen, daß 1928 im Bereich der heutigen Sulzwiesenstraße Eisenbahnwaggons als Unterkünfte aufgestellt werden mussten. Erst mit dem Bau der hier zu sehenden Mehrfamilienhäuser wurde diesem Notstand ein Ende bereitet. Die Eisenbahnwaggons sind bis heute auf keinem Foto zu sehen gewesen. Im Archiv des HGV ist bis jetzt noch nichts aufgetaucht. Morgen werden wir die Waggons trotzdem sehen, in Stein gehauen.
Quelle: Heimatbuch; G. Karus; 1990, S. 259.
Bilder: Archiv HGV Eningen, pw