
Direkt an der Eninger Ortsdurchfahrt lassen sich die Mehlschwalben vom Verkehrslärm nicht irritieren und ziehen in mehreren Nestern ihre Jungen groß. Nur noch ein paar Tage, dann werden die Beiden hier wohl ihren ersten Flug unternehmen.kh/Bild: kh




In unserem Sonntagsbeitrag werfen wir unseren Blick aus der Ferne in Richtung Eningen:
(ES) Vorab eine Frage: Was ist das wohl, was unser Foto zeigt? Wahrscheinlich werden sie nicht auf Anhieb antworten "Natürlich ein Elefantenzahn". Damit lägen Sie aber durchaus richtig, wenn es sich auch hier um einen Mahlzahn eines Mammuts handelt, dessen Skelett vor wenigen Jahren in einer Felsspalte im einstigen Votteler´schen Steinbruch entdeckt wurde (heute Erddeponie an der Straße nach St. Johann).
Wir blicken aus dem Gasthof "Bären" die Hauptstraße hinauf: von links beginnend sehen wir (ganz am Rand) den heutigen Gemüseladen an der Ecke Hauptstraße/Rathausplatz; Kappenmacher Bader´s Haus auf dem Rathausvorplatz wurde längst abgebrochen; das Rathaus dahinter, mit Glockentürmchen, wurde Mitte der 1950er Jahre umgebaut; danach Friseur ex Reitlinger; danach schon die "Burkhardt´sche Apotheke"; dann erhebt sich mit hohem Giebel das "Alte Schulhaus"; im Hintergrund der Turm der Andreaskirche zu erkennen. Ganz vorn rechts: "Fa. Louis Rall", heute Metzgerei. Im Hintergrund mittig: der Gutenberg erkennbar.

...so der Titel eines Buches, herausgegeben 2008 vom Kulturamt der Stadt Reutlingen . Darin auch behandelt der Atelierbesitzer Oscar Elben, ansässig in Reutlingen von 1889 bis 1895 in der Kaiserstrasse 31. Aus seiner Werkstatt stammt auch dieses Portrait eines Mädchens, welches sich in einem Eninger Fotoalbum befindet.


Da der Eninger gemeinhin als weltoffen gilt, wagen wir uns heute nach Reutlingen in die Stadtbibliothek und werfen im dortigen Ausstellungseck einen Blick auf bedeutende Bücher des früheren Stadtoberhauptes Beger. Noch bis zum 23. Juli können dort ausgewählte Schätze bestaunt werden.
Geradeaus mit dem Giebel quer zum Betrachter: Bäckerei Roth; auf dem Dach hält sich eine Person auf. Die Aufnahme ist undatiert, stammt jedoch auf jedenfall vor der grundlegenden Ortskernsanierung, welche ab den 1970er-Jahren begann. Diese Szenerie kann sich heute kaum jemand mehr vorstellen.
Um 1,6 Grad wärmer wars im vergangenen Monat im Vergleich zum Mittel der Jahre. Die Niederschlagssumme wiederum um etwa 45 Liter geringer als im langjährigen Mittel.
Dieses Bildpaar zeigt uns Eningen mit der Achalm im Hintergrund. Die obere Aufnahme, ein Flugbild, dürfte etwa von 1940 stammen. Wir sehen rechts unten in der Ecke die "Kaffeemühle" einsam im Grünen stehen. Auf der Vergleichsaufnahme (kein Flugbild, um 2004) scheint diese noch vorhanden zu sein. Rechts davon werden schon die Häuser in der Grünewaldstraße gebaut. Die neuere Aufnahme ist vom Standort "Schöne Aussicht" vom Bürzlenberg gemacht worden.
Zentral im Hintergrund das bewaldete "Rangenbergle" auszumachen, leicht rechts davon die Spitze des Schornsteins der mechanischen Weberei in den Horizont ragend. Davor wiederum das Gebäude der Elektronik-Firma "Wandel & Goltermann" zu sehen. Rechts hinten der Gutenberg mit dem Wohngebiet "Augenried" davor erkennbar. Im Vordergrund von Wandel & Goltermann die Maschinenfabrik "Karl Hack" an der Arbachtalstraße gelegen. Links davon unscheinbar die Kantine von "WAGO" erahnbar. Im Bildvordergrund: ein Haferfeld. Aufnahme undatiert, nach 1966.
Die undatierte Aufnahme wurde mit langer Brennweite aufgenommen. Im Vordergrund die mechanische Weberei mit dem markanten Schornstein zu sehen, dahinter die Mehrfamilienhäuser im Gewann "Augenried", fertiggestellt ab 1967. Im Bildhintergrund die Szene mächtig überragend: der Übersberg mit dem Mädlesfels.
Am Sonntag, den 5. Juni 2011, hat das Heimatmuseum geöffnet von 14.00 bis 17.00 Uhr.